KITAS

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DISKUSSION

KITAS

In den letzten Jahren sind die Gebühren für Kitaplätze um 35% gestiegen.
Viel zu teuer – erst recht für Alleinerziehende und Geringverdiener!
Was halten Sie davon?
9 Kommentare Kommentar verfassen

Für meinen Geschmack geht es auch darum, denjenigen, die den Kindern die Bildung ermöglichen und deren Anforderungen immer mehr steigen auch fair und entsprechend zu entlohnen, denn auch in dem und gerade dem sozialen Bereich wird sehr gering verdient. Arbeitsqualität soll immer mehr gesteigert werden, aber die Löhne nicht. Das ist unangemessen und signalisiert darüberhinaus, welchen Stellenwert Erzieher/innen und sozialpädagogische Assistenten in Deutschland haben.

Kirsten Larsen

Ich finde es nicht in Ordnung, dass es in Deutschland so bergab geht! Die Erzieher haben schon genung zu tun, denn auch manche "Kleinen" stehen ihren "Großen" in Sachen Gewalt fast nichts mehr nach! Wenn man überlegt, dass auf eine/n Erzieher/in im Kindergarten 13 Kinder kommen und in der Krippe 6 Kinder auf eine/n Pädagogen/in, dann frage ich mich, wie die Kinder gefördert werden sollen!? Ich habe eine Menge Respekt vor den Leuten, die sich bei dem geringen Verdienst einer solch verantwortungsvollen Aufgabe Stellen! Ich finde das sollte erstens ausreichend entlohnt werden und zweitens sollten sie weniger Kinder in einer Gruppe haben um die "Arbeiter und Angestellten" und die potenziellen "neuen Arbeitgebern" mehr fördern zu können!
Liebe Politiker, lebt doch mal für eine Woche ein NORMALES Leben von den Leuten, denen IHR das Leben SOOOOO schwer macht! Ihr werdet sehen, dass es garnicht so einfach ist (speziell: Elterngeld für ein Jahr, aber die Krippenplätze feheln und wieder arbeiten gehen zu können! Eine Tagesmutter ist a...teuer!!!)

Karina D.

als Doppelverdiener hat man doch den vollen Betrag bei allem zu Zahlen. Zum Glück gibt es noch die Regel, das beim zweiten Kind der Betrag sich veringert.
Finde es ja gut, das es so ist, doch für so viel Geld im Monat, da möchte man gerne auch mehr geboten bekommen. Es kann nicht sein, das wir durch das Essensgeld auch das Inventar der Küche finanzieren. Klar braucht mein Kind einen Teller und der Topf aus dem die Suppe geschöpft werden kann, das sind aber Anschaffungskosten, die meiner Meinung aus einem anderen Topf kommen muss und nicht durch das Essensgeld. Auch Getränkegeld ,wo dann aus dem Wasserhahn das Getränk genommen wird!? So viel kann mein Kind im Monat garnicht trinken, was wir da zahlen. Und hat ein Einrichtung nicht min. ...Integrationskinder und soviel unter 3 Jahren, dann werden die Stunden und Stellen gekürzt.
Wann fangen die Pfennigfuchser an, die täglich mit unserem Geld arbeiten, was wir uns hart erarbeiten, es uns und der breiten Gesellschaft zurückzugeben, als uns nur immer den Gürtel enger zu schnallen. Unseren Kindern das Toilettenpapier zu verwähren, weil der Rollenhalter zu teuer ist....Wann??? Den Arbeitsplatz madig machen, weil "wir" vom öffentlichen Dienst eh nur ein Kostenfaktor sind. Wann ist die Arbeit beim Vater Staat wieder so lugrativ, das man bei solch geringem Lohn nicht den Arbeitsplatz wechselt und in die Industrie geht oder zu einem Privaten Unternehmen? Sicher sind unsere Stellen schon lange nicht mehr. Honorarkräfte, sind günstiger

Susanne Geis

Ich bin studierte Pädagogin, war aber lange Zeit im Kindergarten beschäftigt: Weil ich eigentlich gerne praktisch mit Kindern arbeite - auch wenn es ein extrem anstrengender und fordernder Job ist.

Leider musste ich aufhören: Der Lohn ist so gering, dass man kaum davon leben kann.
Darin spiegelt sich auch die geringe Anerkennung der Politik gegenüber unserer Arbeit - und gegenüber unseren Kindern.

Es ist wirklich so traurig.
Es tut mir um die Kinder leid und um die Kolleginnen, die diese Arbeit ihr Leben lang unter diesen Umständen machen werden. Die sogar in ihrer Freizeit noch Vorbereitungsarbeiten machen, die jeden Tag bereit sind ihre eigenen Bedürfnisse zum Wohle der Kinder beiseite zu schieben und die sich aus Freundlichkeit viel zu selten über all die widrigen Umstände beschweren.

Was für ein Armutszeugnis für einen Staat, mehr Geld in die Rüstung zu investieren, als in die Zukunft unserer Kinder!

Silva G.

Der Staat fordert uns Bürger auf mehr in unsere Zukunft zu investieren. Mehr Kinder, bessere Pisa quoten, den Kitas werden Sprachförderprogramme auferlegt durchzuführen. Alles schön und gut, wenn da auch was von deren Seite kommt.
Ich habe nicht mehr in meiner Lohntüte. Gerade hier in Hessen arbeiten wir trotz mehrjähriger Teurungsrate für nicht mehr Geld. Die Betreuung der Kitas ist trotzdem gestiegen. Obgleich sie nicht mehr Leisten können! Es gibt keine zusätzlichen Räume für die Sprachförderprogramme!...
Acht Gruppen müssen über den Vormittag gebracht werden ohne jeglichen zusätzlichen Raum und einen Raum, der dem der Kinder entspricht! Da muß teilweise in das Leitungs-Büro, Personalraum,Besenkammer ausgewichen werden! Wo sollen da Kinder an dem letztens erlernten anknüpfen, wenn kein Raum besteht dies zu äußern und fest zu verankern durch Bilder, erlerntem? Wann wird es den Politikern endlich klar, daß sie nicht nur einfordern, sondern investieren ! Das nötige Kleingeld im 300.000€ Bereich ist ja vorhanden, sonst könnte so mancher Politiker nicht so viel Geld verschleudern für 50 Sec. geschmacklose Werbung im Internet. Den "Hamster im Rad " haben wohl ziehmlich viele Haushalte zuhause und der "Schuldenfalle "möchte ja wohl gerne jeder entfliehen, doch nicht so!!!Dann wissen auch jene Politiker genau umzugehen mit dem Geld! für die Krabbelstuben-Plätze und wehe das Geld wird nicht dafür verbraucht, dann kommt er! Mit der Rute! Frohe Weihnachten und Guten Rutsch!!!!!

Susanne Geis

Ich finde es immer wieder witzig, wenn die Politiker versuchen auf der einen Seite, 'mehr für Kinder' zu tun und im nächsten Moment zerschlagen Sie es, weil man die Kohle anderweitig aus der Tasche gezogen bekommt oder - und das ist eigentlich die schönste idiologie für mich dabei - Gelder einfach 'eingespart' werden 'weil die Kassen leer sind'.

Öhm, Leute, dann macht mal wieder sinnvolle Politik und keinen Murks. Dann schleudert unsere Kohle mal nicht einfach für Sinnlosen Quatsch raus - sondern für die Menschen, die es brauchen.

Wir werden so oder so schon geschröpft wo es geht. Gerade unsere Kinder brauchen unsere Aufmerksamkeit ganz besonders. Und das nun mal nicht nur drei Jahre lang - sondern mindestens bis sie ins Arbeitsleben einsteigen. Es ist für mich immer wieder toll zu sehen, dass unseren Kindern die Zukunft schon von Geburt an genommen wird und die Politiker das auch noch für richtig empfinden und sich wundern, das nicht's läuft.

Vielleicht sollten wir diesen Leuten, mal ein kleines Strategiespiel zu Verfügung stellen, damit Sie die 'Grundlangen' des Volkes mal wieder begreifen. Wir sind nicht so dumm wie ihr denkt ;)

Auf der anderen Seite ärgert es mich ungemein, dass gerade das Volk das ist, was lethargisch ist und alles mit sich machen lässt.
'Was soll ich denn machen?' ist nicht die richtige Einstellung um etwas zu erreichen!!!!!!
Wir sind zusammen stark - also lasst uns alle an einem Strang ziehen.

Nicole Thieme

Nun, die vorgerigen Kommentare drücken schon so ziemlich genau das aus, was mir beim Thema "Öffentliches Sparen und Kinder / Bildung" in den Sinn kommt.
Ich vermisse aber bei dieser und anderen Initiatitiven und öffentlichen Diskussionen die Thematisierung der immer schlechter werdenden Qualität der Betreuung.

Nur zwei Beispiele zur Realität aus meiner Stadt Berlin:

Betreuungsschlüssel in Kitas: Eine Erzieherin betreut 15 Kinder ab 2 Jahren. Krankheitsausfälle (die oft vorkommen!) können nur selten abgedeckt werden, so dass die Kinder in Gruppenstärken von 20 und mehr Kindern sich wochenlang selbst überlassen werden - eine sinnvolle Betreuung ist so auch andeutungsweise nicht zu leisten.

Schule: Wie ich bei der Schulanmeldung erfahren musste, wird vom Senat nur noch eine 100% Auslastung finanziert, was heisst: Unterrichtsausfälle garantiert, da Fehlzeiten durch Krankheit einfach nicht mitgeplant werden. Kein Unternehmen plant so stümperhaft, aber unseren Kinder soll so eine kontinuierlichen, hochwertige Bildung zuteil werden.

????????

Ich verstehe, dass gespart werden muss, wenn das Geld knapp ist, aber warum wird immer an unserer Zukunft gespart? UNSERE KINDER SIND UNSERE ZUKUNFT!!!
Baut doch (hier in Berlin) eine paar Strassen weniger, das dabei geparte Geld reicht sicherlich jahrelang für eine Verbesserung der Situation ind Kita und Schule.

Ein wütender Gruss aus Berlin!
Diana Spyrantis

Diana Spyrantis

Als Berliner habe ich Glück und bezahle lediglich 123€ für einen 9h+ Kindergartenplatz, privater Träger. Eine Freundin, Geringverdiener, benötigt einen Halbtagsplatz in Hessen. Dort soll sie über 200€ bezahlen. Was ist mit Einkommensabhängigen Kitagebühren in den anderen Ländern. Auch mit dem Kindergeld ist die Differenz für so ein Minieinkommen kaum zu bezahlen und sie bekommt das über den Einkommensteuerausgleich ja nicht zurück, bezahlt ja kaum Lohnsteuer. Das kann nicht gerecht sein. Jedes Kind sollte wenigstens für ein paar Stunden die Kita besuchen, auch wenn mind. ein Elternteil nicht erwerbstätig ist. Es ist gut für die Entwicklung und Bildung und zusätzlich könnte so wahrscheinlich auch Kindesmisshandlung aufgedeckt werden. ES SIND DIE STEUERZAHLER VON MORGEN, aber nur wenn sie richtig erzogen und die richtig Bildung erhalten.

Annett Gödt

Zwar sind die Kinder die Steuerzahler von morgen, aber deren Eltern werden gleichzeitig zu den Altersarmen von morgen, weil meist nur einer (vollzeit) arbeiten kann und somit etwas für die Rente oder Pension beider Elternteile tut.Doppelverdienerpaare ohne Kinder hingegen verdienen sich beide eine eigene ausreichende Rente, obwohl sie nichts für das Umlagesystem beitragen, in dem unsere Kinder für die ältere Generation die Rente zahlen werden. So werden diejenigen, die das System am Leben erhalten mit einer geringeren Rente bestraft als diejenigen, die nichts dafür tun. Dass diese jetzt mehr zahlen, rechtfertigt eine spätere höhere Rente nicht, weil das der solidarische Beitrag für die heutigen Alten ist, an die die Beiträge fließen. Später "schmarotzen" die Kinderlosen dann auf Kosten derer, die Kinder groß gezogen haben. Zudem haben Kinderlose mehr Geld übrig, um selbst privat vorzusorgen, was einem Durchschnittsverdiener mit Familie sehr schwer fällt, weil kaum Geld übrig bleibt.Die Riester-Rente ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, aber ein zu kleiner. Denn selbst Beiträge von 50 € monatlich schmerzen eine Familie. Man müsste die Rentenansprüche der Kinderlosen auf die Rentner, die Kinder haben, sozial gerecht umverteilen. Derzeit bekommt eine Frau für drei Jahre Kindererziehung ja gerade mal 12 € Rentenanpruch.
Übrigens wäre ich froh, wenn ich in Bayern "nur" 123 € zahlen müsste. Ich zahle 180 € für 7h in einer städtischen Krippe. Privat wäre es das Doppelte.

Alleinverdiener

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